12 Years of GPC – Revisited

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Lisa Truttmann, Filmstill aus „6500“, 2015
Online Screen - Programmreihe

■ DATUM:

24.07.-07.12.2026

■ ORT:

Online Screen

■ KONZEPT UND REALISATION:

The Golden Pixel Cooperative

■ KÜNSTLERINNEN:

SCREEN MATTERS – THE SCREEN AS A PLACE OF WORK: Ingrid Burrington, Anna Caterina Dalmasso, Eva und Franco Mattes, Lauren Lee McCarthy, Elisa Giardina Papa, Laure Prouvost, Dorothy R. Santos, Axel Stockburger, Anna Witt

TECHNO SCAPES: Enar de Dios Rodríguez, Nathalie Koger, Simona Obholzer, Marlies Pöschl, Katharina Swoboda, Lisa Truttmann

TWO JOURNEYS: Victoria Fu, Juan Pablo González, Luis Gutiérrez Arias & John Henry Theisen, Adele Horne, Claudia Larcher, Brigid McCaffrey, Sasha Pirker & Lotte Schreiber, Raphael Reichl, David de Rozas, Katharina Swoboda

FRAMING COLLECTIVE ACTION: artist group Schandwache, Collectif Faire-Part, Eulàlia Rovira & Adrian Schindler, Yugantar Film Collective, et al.

PROFESSION: DOCUMENTARIST: Shirin Barghnavard, Firouzeh Khosrovani, Farahnaz Sharifi, Mina Keshavarz, Sepideh Abtahi, Sahar Salahshoor, Nahid Rezaei

VANISHING POINTS: Josephine Ahnelt, Nathalie Koger, Jennifer Mattes, Simona Obholzer, Christiana Perschon, Liddy Scheffknecht, Barbara Schwertführer, Katharina Swoboda

WHITE LIGHT II: Iris Blauensteiner, Nathalie Koger, Luiza Margan, Lydia Nsiah, Simona Obholzer, Christiana Perschon, Marlies Pöschl, Victoria Schmid, Miae Son, Katharina Swoboda, Lisa Truttmann

HALF OF THE SKY: Iris Blauensteiner, Dorottya Csécsei, Faika El-Nagashi, Anna Haidegger, Nathalie Koger, Luiza Margan, Lee Nevo, Christiana Perschon, Elena Peytchinska, Marlies Pöschl, Steffi Rauchwarter, Frida Robles, Simona Obholzer, Mona Schwitzer, Miae Son, Katharina Swoboda, Alexandra Tatar, Lisa Truttmann, Seda Tunç
Nach zwölf Jahren kontinuierlicher Arbeit am und über das Bewegtbild blickt die Kooperative zurück: Aus den bislang rund hundert durchgeführten Projekten hat die Kooperative zehn Bewegtbildprojekte ausgewählt, um diese erneut zu zeigen.

Nach zwölf Jahren kontinuierlicher Arbeit am und über das Bewegtbild blickt die Kooperative zurück: Aus den bislang rund hundert durchgeführten Projekten hat die Kooperative zehn Bewegtbildprojekte ausgewählt, um diese erneut zu zeigen. Die thematischen Setzungen der zehn Projekte und deren Filme sind ident, aber die Jahre vorangeschritten und der Präsentationsort verlagert sich nun ausschließlich auf den GPC Online Screen: Wie hat sich unser Blick auf das jeweilige Programm und auf die jeweilige Arbeit geändert? Wovon sprechen die Programme und was war im damaligen Präsentationszeitraum dringlich? Zum Teil sind die Screenings auch in den Jahren vor der Pandemie, vor Post-Truth und vor dem nun allgegenwärtigen Gebrauch künstlicher Intelligenz entstanden.

Auch stellt sich die Kooperative mit diesem abermaligen Zeigen der Programme gegen den Imperativ permanenter Neuerung: Statt dem Druck zu folgen, unablässig Neues zu produzieren, spricht das abermalige Screening die Einladung aus, Arbeiten nicht als abgeschlossene Produkte ihrer Zeit zu verstehen, sondern als Bilder, deren Bedeutung in Relation zu den gegenwärtigen und medialen Bedingungen steht.

■ Screen Matters – The Screen as a Place of Work
Online-Symposium, 24.07.–03.08.2026, 19:00–22:15

Das Online-Symposium „Screen Matters – The Screen as a Place of Work“ widmet sich den unterschiedlichen Screens, die uns umgeben, sowie den Arbeitsweisen, die auf und hinter ihren Oberflächen zu finden sind. Als grundlegende Infrastruktur dieses Symposiums wird der Bildschirm nicht nur zum Produktions-, Präsentations- und Kommunikationsraum, sondern auch zum Gegenstand theoretischer und künstlerischer Untersuchungen.

Mit Beiträgen von Ingrid Burrington, Anna Caterina Dalmasso, Eva und Franco Mattes, Lauren Lee McCarthy, Elisa Giardina Papa, Laure Prouvost, Dorothy R. Santos, Axel Stockburger und Anna Witt.

Konzipiert und organisiert von Olena Newkryta und Simona Obholzer / The Golden Pixel Cooperative

Das Online-Symposium „Screen Matters – The Screen as a Place of Work" wurde 2022 als künstlerisch-experimentelles Online-Format in Reaktion auf die Pandemie konzipiert. ↗︎

 

■ Techno Scapes
Filmprogramm, 07.–17.08.2026, 19:00

Aufnahmen von Landschaften wandern täglich über unsere Bildschirme. Doch wo werden diese Bilder gespeichert? Wie erreichen sie uns? Wie groß ist ihr ökologischer Fußabdruck?
„Techno Scapes“ fragt nach den materiellen Bedingungen dieser scheinbar körperlosen Abbildungen. Die Filme machen die Orte und Infrastrukturen sichtbar, die ihrer Speicherung und Verbreitung zugrunde liegen, und erforschen die unsichtbaren Landschaften hinter, über und unter den realen.

Mit Filmen von Enar de Dios Rodríguez, Nathalie Koger, Simona Obholzer, Marlies Pöschl, Katharina Swoboda und Lisa Truttmann

„Techno Scapes“ wurde ursprünglich als mobiles Kino im Rahmen des Festivals Supergau 2021 konzipiert und gezeigt; in einer Weiterführung wurde das Projekt in der Kunsthalle Wien noch im gleichen Jahr unter dem Titel „Fußabdrücke im Datenmeer“ präsentiert.↗︎

 

■ Two Journeys
Filmprogramm, 21.08.–31.08.2026, 19:00

„Two Journeys“ vereint zwei Kurzfilmprogramme, die 2019 von Viktoria Schmid und Lisa Truttmann gemeinsam mit den in Los Angeles lebenden Filmemacherinnen Rebecca Baron und Nora Sweeney kuratiert und präsentiert wurden. Inspiriert von Esther McCoys Buch „Vienna to Los Angeles: Two Journeys“ gehen die Programme von ebendiesen Orten aus und führen uns schließlich weit darüber hinaus. In dokumentarischen, experimentellen und hybriden Formaten treten historische Arbeiten dabei in Dialog mit zeitgenössischen Stimmen. Für das aktuelle Online-Screening wurde diese filmische Konversation wieder aufgegriffen und in einem neu zusammengestellten Programm fortgesetzt.

Mit Filmen von Victoria Fu, Juan Pablo González, Luis Gutiérrez Arias & John Henry Theisen, Adele Horne, Claudia Larcher, Brigid McCaffrey, Sasha Pirker & Lotte Schreiber, Raphael Reichl, David de Rozas und Katharina Swoboda

 „Two Journeys: Los Angeles“↗︎.  „Two Journeys: Vienna“↗︎

 

■ Framing Collective Action
Filmprogramm
1) Haus, 04.09.–14.09.2026, 19:00
2) Straße, 18.09.–28.09.2026, 19:00
3) Land, 02.10.–12.10.2026, 19:00

Die Reihe „Framing Collective Action“ zeigt künstlerische und dokumentarische Filmarbeiten, die innerhalb kollektiver Strukturen entstanden sind. In der Verbindung von historischen und zeitgenössischen Beispielen werden die Potenziale kollektiven Filmschaffens mittels verschiedener ästhetischer Zugangsweisen untersucht. Jeder Teil konzentriert sich auf einen bestimmten räumlichen Kontext (Haus, Straße, Land) und betrachtet die politischen wie gesellschaftlichen Auswirkungen von kollektivem Filmemachen vor und hinter der Kamera – innerhalb des Filmbilds und darüber hinaus.
Mit Filmen von Collectif Faire-Part, Künstler*innengruppe Schandwache, Eulàlia Rovira & Adrian Schindler, Yugantar Film Collective u. a.

Kuratiert von Enar de Dios Rodríguez und Olena Newkryta / The Golden Pixel Cooperative

„Framing Collective Action“ wurde für das mumok kino Programm (2025) in Wien konzipiert.↗︎

■ Profession: Documentarist
Filmprogramm, 16.10.–25.10.2026, 19:00

„Profession: Documentarist (Herfeh: Mostanadsaz / حرفه: مستندساز)“ von Shirin Barghnavard, Firouzeh Khosrovani, Farahnaz Sharifi, Mina Keshavarz, Sepideh Abtahi, Sahar Salahshoor und Nahid Rezaei, 2014, 80 min.

Vor dem Hintergrund der politischen, sozialen und ökonomischen Krisen im Iran verfassten sieben Dokumentarfilmerinnen 2014 kollektiv einen kaleidoskopartigen Erfahrungsbericht über ihre Arbeit, wobei stets das Verhältnis zwischen dem Privaten und dem Politischen im Mittelpunkt steht.
Der Film wurde im Rahmen der Film- und Vortragsreihe „Jene Tage / آن روزها“ gezeigt, die 2017 statt fand. Sie widmete sich der Präsentation und Diskussion von dokumentarischen, künstlerischen und essayistischen Filmformen mit Bezug zum Iran.

Es ist ein online Q&A mit den Filmemacher*innen geplant, das Datum wird separat angekündigt.

Mehr zu „Jene Tage / آن روزها“↗︎

 

■ Vanishing Points
Filmprogramm, 30.10.–09.11.2026, 19:00

Das Screening widmet sich Fragen der Sichtbarkeit, des Sehens, der Wahrnehmung und ihren ästhetischen Dimensionen. Was bedeutet es, das Sehen zu dekonstruieren? Und was wird an seiner Stelle sichtbar? Auf welche Weise beeinflusst unsere Fähigkeit zu sehen unsere Wahrnehmung? Und wie nehmen wir die Welt um uns herum ohne Sehen wahr und wie treten wir mit ihr in Beziehung? Inwiefern bestimmt Architektur unseren Blick und wie reflektieren wir uns selbst? Auf welche Blicke richten wir unseren Blick? Sollten wir die Perspektive wechseln?
Mit Arbeiten von Josephine Ahnelt, Nathalie Koger, Jennifer Mattes, Simona Obholzer, Christiana Perschon, Liddy Scheffknecht, Barbara Schwertführer und Katharina Swoboda

Organisiert von Nathalie Koger und Marlies Pöschl / The Golden Pixel Cooperative

„Vanishing Points“ wurde auf Einladung von Amirali Ghasemi speziell für das Limited Access Festival (2014) in Teheran zusammengestellt. ↗︎

 

■ Weißes Licht II
Filmprogramm, 13.11.–23.11.2026, 19:00

Weißes Licht besteht aus allen Farben. Im Rahmen der Vienna Art Week stellt die Golden Pixel Cooperative das Spektrum ihrer Arbeitsweisen vor. Die Zusammenstellung der Film- und Videoarbeiten folgt einer visuellen Assoziationskette, die Bewegtbilder als Handlungsraum künstlerischer Selbstermächtigung versteht. Die Palette der performativen und dokumentarischen Arbeitsweisen zeigt die Aneignung urbaner und musealer Räume sowie Landschaften, stellt Beziehungen über Blickachsen und Gesten her und erzeugt neue Wahrnehmungsweisen durch die Bearbeitung gefundenen Bildmaterials.

Mit Arbeiten von Iris Blauensteiner, Nathalie Koger, Luiza Margan, Lydia Nsiah, Simona Obholzer, Christiana Perschon, Marlies Pöschl, Victoria Schmid, Miae Son, Katharina Swoboda und Lisa Truttmann

Organisiert von The Golden Pixel Cooperative

„Weißes Licht II“ wurde für die Vienna Art (2018) konzipiert und in der Medienwerkstatt Wien präsentiert. ↗︎

 

■ Half of the Sky
Filmprogramm, 27.11.–07.12.2026, 19:00

In „Half of the Sky“ greift die Kooperative Drachenfestivals des Weimarer Bauhauses auf, feierliche Paraden, für die seit den 1920er Jahren Drachen als Kunstobjekte und Fluggeräte entworfen wurden. In ihrer Hommage an die wenig beachteten, weiblichen Künstlerinnen des Bauhauses formuliert die Golden Pixel Cooperative eine eigene Version der vom Bauhaus geforderten Verbindung zwischen Kunst und Leben. Die Drachen im Kurzfilm sind queer-feministischen Vorbildern gewidmet: Philosoph*innen, Aktivist*innen, Schriftsteller*innen und Künstler*innen. Sie entstanden aus einem dialogischen Prozess zwischen den Künstler*innen der Kooperative und Kollaborateur*innen aus verschiedenen Bereichen. Das Projekt löste eine gemeinsame Reflexion über feministische Vorbilder und emanzipatorische Praktiken aus.

Konzept und Realisation von Iris Blauensteiner, Dorottya Csécsei, Faika El-Nagashi, Anna Haidegger, Nathalie Koger, Luiza Margan, Lee Nevo, Simona Obholzer, Christiana Perschon, Elena Peytchinska, Marlies Pöschl, Steffi Rauchwarter, Frida Robles, Mona Schwitzer, Miae Son, Katharina Swoboda, Alexandra Tatar, Lisa Truttmann und Seda Tunç

„Half of the Sky“ wurde für die Ausstellung „When Gesture becomes Event“ (2020–2021) im Künstlerhaus Wien entwickelt. ↗︎