Die Screening-Reihe „Framing Collective Action“ richtet den Blick auf künstlerische und dokumentarische Filme, die in kollektiven Strukturen entstanden sind. Durch die Verknüpfung von historischen und aktuellen Filmbeispielen spürt die Reihe den Potenzialen des kollektiven Filmschaffens und einer vielstimmigen Ästhetik nach. Dabei nehmen die Filmprogramme jeweils einen räumlichen Kontext in den Fokus (Haus, Straße, Land) und fragen danach, was kollektives Filmemachen politisch und gesellschaftlich leisten kann – vor und hinter der Kamera, innerhalb wie außerhalb des Filmkaders.

„House“, die erste Ausgabe dieser Reihe, versammelt drei Kurzfilme, die die Zusammenarbeit und das Handeln in einem Wohnhaus thematisieren und gleichzeitig den Begriff vom Zuhause öffnen und kritisch hinterfragen. Durch diese Auswahl an audiovisuellen Arbeiten wird das Haus als ein unbeständiger Schutzraum erkennbar, als ein Ort mit fragwürdigen Grenzen und als ein Raum, der die Arbeitsbedingungen derer, die ihn instand halten müssen, unsichtbar macht. Doch wie diese Filme aus Indien, der Ukraine und Brasilien zeigen, kann ebendieses Haus als Ort dienen, aus dem kollektives Handeln erwachsen kann.

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