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Das GPC-Lab ist ein erstmals 2020 initiiertes neues Format, das die Produktionsbedingungen von Bewegtbildarbeiten verbessern möchte. Die Teilnehmer*innen des Labs erhalten individuelle und maßgeschneiderte Unterstützung für die Entwicklung und Realisierung ihrer Projekte. Über einen Zeitraum von zwei Jahren werden Künstler*innen von Expert*innen mit spezifischem Wissen (z.B. im Bereich Dramaturgie) begleitet. Nathalie Koger nahm mit „Die Videokonferenz der Tiere“ an der ersten Auflage des GPC Lab Teil und wurde von der Dramaturgin Christine Lang beraten. Diese Veranstaltung gibt einen Einblick in ihren Arbeitsprozess und stellt feministische Filmdramaturgien vor.
Im Zuge der zweiten Welle der Frauenbewegung entstehen in der BRD in den 1960-1970er Jahren zahlreiche narrative Filme von Regisseurinnen, die sich mit der gesellschaftlichen Situation und der Position von Frauen in der Gesellschaft befassen. Als Themen verhandelt werden das Recht auf Selbstbestimmung, Fragen der Sexualität, der Geschlechterverhältnisse und Rollenzuschreibungen. Viele lehnten die Dramaturgie des konventionellen Kinos ab, da sie nur eine bestimmte Art von Geschichten zulässt. Neue Inhalte und Wahrnehmungsweisen brauchen andere Formen. So entstanden Experimente, in denen konventionalisierte Sehweisen auf unterschiedliche Weisen gebrochen und reflektiert werden – und die noch heute wegweisend für eine feministische Filmästhetik sind.
Tierarten verschwinden für immer. Symbiotisch mit diesen verbunden, verfolgt eine Gruppe Jugendlicher ihre Spur über Aufbewahrungssysteme einer zoologischen Sammlung bis tief in digitale Gendatenbanken. Erbost über dürftige Ergebnisse einer Klimakonferenz initiieren sie eine Versammlung im virtuellen Raum, um die Verantwortlichen für das Verschwinden der Tiere zu stellen. „Die Videokonferenz der Tiere“ ist ein noch nicht abgeschlossenes Filmprojekt von Nathalie Koger, dem Kameramann Mathias Windelberg und weiteren Kollaborateur*innen. An diesem Nachmittag gibt Nathalie Koger Einblicke in die Prozesse und Formen einer offenen Dramaturgie anhand dieses Projektes.
ist Kulturwissenschafterin, Dramaturgin und Filmemacherin. Sie arbeitet in Praxis und Theorie, im Kontext von Film und Theater. Ihre Veröffentlichungen zu Dramaturgie und Filmästhetik versteht sie als Beitrag zu einer praxisbasierten Film- und Fernsehforschung. 2023 erscheint im transcript Verlag: „MULHOLLAND DRIVE verstehen. Visuelles Erzählen und die Dramaturgie der offenen Form“. In der Spielzeit 2021/22, realisierte sie als Co-Autorin und -Regisseurin (mit Ulf Schmidt und Volker Lösch) „AUFRUHR!“ am Schauspiel Essen. Christine Lang unterrichtet zudem an der Hochschule für Musik und Theater „Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig und an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF.
ist Künstlerin, Hochschullehrende und Mitglied der The Golden Pixel Cooperative. Zu ihren künstlerischen Methoden zählen u.a. Bricolage, Aneignungspraktiken, Kunstvermittlung als künstlerisches Format, Intuition und Kollaboration. Sie studierte Bildende Kunst sowie Kunst- und Kulturwissenschaften in Münster, Brighton und Wien. Ihre Arbeit wurde mit folgenden Preisen ausgezeichnet: Birgit Jürgenssen Preis (2010), START- Stipendium für Video- und Medienkunst / bmukk (2013), Jahresstipendium Kunststiftung Baden- Württemberg (2014), artasafoundation, Georgien (2018); Preis für innovatives Kino, Diagonale (AT), mit The Golden Pixel Cooperative (2021).
Wir verwenden die Schriftart „Suisse Int’l“, die uns freundlicherweise von Swiss Typefaces zur Verfügung gestellt wurde.