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Notgalerie Seestadt, Foto: Nathalie Koger
Zieht in die Vorstadt

■ DATUM:

DO, 29.09.2017 | 18:00

■ ORT:

notgalerie Seestadt / Urbanes Feld, 1220 Wien

■ KONZEPT UND REALISATION:

Nathalie Koger

■ KÜNSTLERINNEN:

Riccardo Giaconni

GÄSTE:

Dr. Mehul Malik
Ein kuratiertes Programm für die notgalerie (Wien) widmete sich dem Phänomen der Quantenverschränkung in Form eines wissenschaftlichen Vortrags von Dr. Mehul Malik sowie eines Filmscreenings. Während Malik Einblicke in aktuelle Forschung gab, übertrug Riccardo Giacconis Film „Entangled (37 Min)“ das Prinzip der Verschränkung in eine narrative Struktur miteinander verflochtener Ereignisse.

An diesem Abend wurde auf Einladung von Reinhold Zisser, der als Künstler die notgalerie in der Seestadt Aspern in Wien betreibt, ein Programm realisiert, das sich dem Quantenphänomen der Verschränkung (Entanglement) widmete und dieses in Form eines Vortrags sowie eines Filmscreenings verhandelte.
In seiner Präsentation führte Dr. Mehul Malik in die Konzepte der Quantenüberlagerung und -verschränkung ein und näherte sich deren zentralen Fragestellungen. Dabei vermittelte er grundlegende Prinzipien verständlich und berichtete ergänzend über aktuelle Experimente mit verschränkten Lichtteilchen, die in Wien durchgeführt wurden, wodurch er Einblicke in den gegenwärtigen Stand der Forschung gab.
Der Film „Etangled (37 Min)“ (2014) von Riccardo Giacconi greift die Idee der Verschränkung auf und überträgt sie in eine filmische Struktur: Vier in Cali, Kolumbien, geführte Interviews – mit einem Schneider, einem Puppenspieler, einem Parapsychologen und einer Physikerin – verweben scheinbar unabhängige Ereignisse zu einem Geflecht verborgener Zusammenhänge, das Fragen nach Kausalität und Verbindung neu stellt.

■ RICCARDO GIACONNI: ENTANGLED (37 MIN)
Digitales Video, Farbe, Ton, Spanisch mit englischen Untertiteln, 37 Min, 2014

Dr. Mehul Malik wurde in Neu-Delhi, Indien, geboren und promovierte an der University of Rochester in New York. Er ist zum Zeitpunkt der Veranstaltung Postdoktorand am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) in Wien. Im Jahr 2013 erhielt er das renommierte Marie-Curie-Forschungsstipendium der Europäischen Kommission, um mit dem österreichischen Physiker Anton Zeilinger zusammenzuarbeiten, der als einer der Pioniere der Quantenphysik gilt. Maliks Forschung konzentriert sich auf experimentelle Studien zur Quantenverschränkung sowie auf deren Anwendungen in der Quantenkommunikation und Quanteninformationstechnologie.