GPC Talks (#6): Bildstrategien zu Raum und Klima

GPC Talks
PODCAST

■ DATUM:

FR, 03.04.2026

■ ORT:

Online

■ KONZEPT UND REALISATION:

Mona Schwitzer

■ KÜNSTLERINNEN:

Simona Obholzer

GÄSTE:

Beate Gütschow

SOUNDDESIGN:

Adina Camhy, Vinzenz Schwab

■ KURATIERT VON:

Nathalie Koger
Beate Gütschow und Simona Obholzer reflektieren vor dem Hintergrund der Klimakatastrophe anhand zentraler Begriffe wie Landschaft, Ökologie und Software die Bedingungen künstlerischer Praxis sowie deren Potenzial im Spannungsfeld zwischen Dokumentation und Intervention in Sehgewohnheiten.

Ein Gespräch zwischen Beate Gütschow und Simona Obholzer

Welchen Landschaftsbildern begegnen wir im Jahr 2026 im Kontext der Klimakatastrophe?
Inwiefern sind Bilder heute noch in der Lage, für den gegenwärtigen Zustand der Umwelt zu sensibilisieren und komplexe Zusammenhänge der Klimakrise erfahrbar zu machen?
Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob und wie visuelle Darstellungen nicht nur dokumentieren, sondern auch intervenieren können: Können sie neue Perspektiven eröffnen, Empathie erzeugen und zu einem kritisch reflektierten Umgang mit Natur, Ressourcen und Machtverhältnissen beitragen?
Ausgehend von zwei Werkgruppen von Beate Gütschow – der „HC Serie“ (Hortus Conclusus) sowie „Resistance, Flood, Fire, Resistance“, die sich mit den Folgen des Klimawandels auseinandersetzt – und filmischen Arbeiten von Simona Obholzer, darunter „DIN 18035“ und die Videoarbeit „Park“, erörtern die Gesprächspartnerinnen die konzeptuellen und prozessualen Grundlagen ihrer künstlerischen Praxis.
Anhand zentraler Schlagworte wie Landschaft und Macht, Ökologie und Software reflektieren sie die vielschichtigen Bedingungen ihres Schaffens im Kontext gegenwärtiger ökologischer und gesellschaftlicher Transformationen. Das Gespräch ist in zwei Kapitel gegliedert, die jeweils von einer künstlerischen Arbeit der beiden Gesprächspartnerinnen ausgehen und diese als Ausgangspunkt für eine vertiefte Auseinandersetzung nutzen.

In Resonanz zum Gespräch hat Adina Camhy einen Jingle und zusätzliche Klangelemente komponiert, die den Beitrag klanglich strukturieren und begleiten.

Sprache: Deutsch
Länge: 39 Min. 52 Sek.

Gefördert durch das BMWKMS und dem SKE Fonds der Austro Mechana

GPC Talks (#6): Bildstrategien zu Raum und Klima. Ein Gespräch zwischen Beate Gütschow und Simona Obholzer

BEATE GÜTSCHOW

Beate Gütschow, geboren 1970, studierte an der Hochschule für bildende Künste Hamburg sowie an der Oslo National Academy of the Arts in Norwegen und ist heute Professorin für künstlerische Fotografie an der Kunsthochschule für Medien Köln.
Ihre Arbeiten entstehen in abgeschlossenen Werkgruppen, aus denen bislang sechs Zyklen hervorgegangen sind.
Zu der Serie „Resistance, Flood, Fire, Resistance“ ist kürzlich ein Buch bei Spector Books erschienen. Die Fotoserie „Resistance, Flood, Fire, Resistance“ wurde unter anderem im Foto Arsenal Wien und in der Akademie der Künste Berlin gezeigt.
Seit 2019 engagiert sich Beate Gütschow in der Klimagerechtigkeitsbewegung.

SIMONA OBHOLZER

Simona Obholzer, geboren 1982 in Tirol, lebt und arbeitet als bildende Künstlerin und Filmemacherin in Wien. Sie studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien, absolvierte zuvor die Schule für künstlerische Fotografie bei Friedl Kubelka und verbrachte einen Studienaufenthalt an der Glasgow School of Art.
In ihrer künstlerischen Praxis verbindet sie bild- und wahrnehmungstheoretische Fragestellungen mit experimentellen Formen des Bewegtbilds sowie seriellen grafischen Arbeiten.
Die Videoarbeit „DIN 18035“ wurde auf internationalen Festivals gezeigt und u. a. bei der Diagonale sowie beim West Virginia Mountaineer Short Film Festival ausgezeichnet.
Die Videoarbeit „Park“ wurde im Frühjahr 2025 im Kunsthaus Graz in der Einzelausstellung „Angenehm für das Auge, weich für die Füße“ präsentiert.

ADINA CAMHY

Adina Camhy arbeitet interdisziplinär als Künstlerin, Filmemacherin und Musikerin. In ihren filmischen als auch ihren Soundarbeiten kombiniert sie Recherche und Remix-Methodik. Ihre musikalische Praxis – zwischen Noise, Ambient, Drone, Industrial, Field Recordings und Improvisation – findet in Performances, Filmen und Radiostücken Anwendung und war bei Festivals wie den Wiener Festwochen, Impulstanz oder der Berlinale zu hören. Sie tritt sowohl solo als auch in Kollaborationen in Österreichs Underground-Szene auf.