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Ascan Breuer präsentiert filmische Experimente aus seinem „Dokumentarischen Labor“. Seit über elf Jahren nähert sich dieses Labor auf vielfältige Weise der Frage nach Wahrhaftigkeit, indem es fiktionalisierende, narrative und performative Mittel miteinander verschränkt. Die Filme hinterfragen dabei kontinuierlich die Legitimität von Erzählweisen und Perspektiven und bewegen sich an einer der sensibelsten Grenzen des dokumentarischen Diskurses.
Im Zentrum von Breuers Ansatz steht die „Ermöglichung des Zweifels“: Das Publikum wird eingeladen, in einen aktiven, konstruktiven Dialog mit den Filmen zu treten. Erst durch das Aufweichen eines autoritären Sprechakts können auch die Zuschauer*innen ihre eigene Position dynamisieren. Auf diese Weise entsteht ein gemeinsamer „politischer Raum“ im Sinne Hannah Arendts.
Mit den drei Filmen der „Trilogi Jawa“ stellt Breuer seine jüngsten Produktionen aus dem „Dokumentarischen Labor“ vor. Die Trilogie war Teil des Eröffnungsprogramms der Frankfurter Buchmesse 2015 und wird hier erstmals in Wien im Zusammenhang präsentiert.






■ ASCAN BREUER: TRILOGI JAWA I–III
I. PARADISE LATER, HD-Video, Farbe, Ton, 13 Min, 2010
II. JAKARTA DISORDER (Filmausschnitte), HD-Video, Farbe, Ton, 2013
III. RIDING MY TIGER, HD-Video, Farbe, Ton, 42 Min, 2014
Ascan Breuer, geboren 1975 in Hamburg und deutsch-chinesisch-indonesischer Herkunft, lebt und arbeitet als Filmemacher, Medienkünstler und Kulturwissenschaftler in Wien. Er lehrt Dokumentarfilm und Visuelle Anthropologie an der Universität Wien sowie an der Kunstuniversität Linz und ist Gründer des „Dokumentarischen Labors“. Sein Studium absolvierte er an der Universität Wien und an der Kunsthochschule für Medien (KHM) in Köln. Im Jahr 2015 wurde er mit dem „Outstanding Artist Award“ der Kunstsektion des österreichischen Bundeskanzleramts ausgezeichnet.
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